Vereinsgeschichte

 Wie der DANIO zu seinem Namen kommt

In Asien gibt es einen Fisch, der sich Danio rerio oder auch Zebrabärbling nennt und von dem sich der Name unseres Vereins ableitet. Er zählt zu den am längsten bekannten Aquarienfischen (1822 beschrieben und seit 1905 nachweislich im Hobby) und ist das Wappentier des Danio Wien.
Der Aquarienverein DANIO ist ein konsensorientierter Verein, wie auch der Danio ein leicht zu pflegender Fisch ist. Der Gründer unseres Vereins hat sich bei der Namensgebung wohl etwas dabei gedacht.
Heute findet sich der Zebrabärbling noch im Hintergrund des Wappens.

 

 

Anfänge und Wirren der Kriege

Am 11. September 1910 erfolgte die Gründung des Vereins im Gasthaus Julius Lang, Ottakringer Straße 152 im 16. Wiener Gemeindebezirk. Es fanden sich 17 Personen ein und wählten Herrn Georg Ziegler zum Obmann.

 

Am 29. September 1912 wurde Herr Ferdinand Komarek zum neuen Obmann gewählt. Der Verein übersiedelte in das Arbeiterheim in der Klausegasse 32 im 16. Wiener Gemeindebezirk.
Eine erste Ausstellung fand in "Weigl’s Dreherpark" statt.
Zu dieser Zeit war die Elektrifizierung erst in ihren Anfängen, nur wenige Leute verfügten über einen Stromanschluss. Die Aquarien wurden damals aus Winkeleisen hergestellt, Schweißen war noch nicht erfunden, so wurden die Rahmen genietet. Alle Seiten bis auf die Sichtscheibe waren aus Bleck gefertigt. Die Bodenplatte ebenfalls aus Blech, hatte eine Einwölbung, damit man das Becken mit einer Petroleumlampe heizen konnte. Ein Druckkessel wurde immer wieder aufgepumpt, um den Ausströmer der aus Sandstein bestand, zu betreiben.

 

Am 18. Mai 1913 fand eine zweite Ausstellung, die mit 82 Becken bestückt war, statt. Bei dieser Ausstellung gewann der erst seit drei Jahren bestehende Verein den 1. Preis.

 

Der Verein umfasste 1923 mittlerweile 120 Mitglieder und die dritte Ausstellung wurde am 9. September im Ottakringer Arbeiterheim veranstaltet. Bei dieser Ausstellung gewann der inzwischen seit zehn Jahren bestehende Verein abermals den 1. Preis.

 

Am 13. September 1925 fand die vierte Ausstellung erstmals mit Heimbecken im Arbeiterheim statt. Sie umfasste 80 Aquarien und wurde von etwa 8000 Personen besucht. Diese übergroße Anzahl von Besuchern ist überliefert und glaubhaft, gab es doch noch kein Fernsehen und Internet.

 

In der Zeit von 14. bis 28. September 1930 fand anlässlich des 20-jährigen Bestehens die fünfte Ausstellung des Vereins im Glashaus des Esterhazy Parks statt.

 

Im April 1931 fand schließlich die sechste Ausstellung unter dem Motto "Blume und Plastik" im Wiener Künstlerhaus statt. Diese war gleichzeitig die erste öffentliche Ausstellung. Neben den Gemälden und Plastiken standen die Zierfischbecken des DANIO. Erstmals wurden bei dieser Veranstaltung auch Seewasserbecken gezeigt. Sogar Puppen von tropischen Schmetterlingen, die so zeitgerecht angesetzt wurden, dass sie noch während der Ausstellungszeit schlüpften und frei im Raum herumflatterten, konnten beschafft werden!

 

Im Glashaus des Esterhazy Parks wurden im Jahre 1932 (Zeitpunkt unbekannt) unter der Obhut der Gemeinde Wien eine siebente Ausstellung mit Süß- und Seewasserbecken sowie Terrarien gezeigt.

 

Diese Ausstellung wurde im Jahre 1933 unter dem Protektorat des Tiergartens Schönbrunn wiederholt. Die Ausstellungen in den Jahren von 1929 bis 1933 sind als besondere Leistungen an zu sehen, da sie zu Zeiten der Weltwirtschaftskrise und Hyperinflation statt fanden.

 

Im Zuge der Kampfhandlungen im Jahre 1934 wurde das Arbeiterheim in Ottakring, wo der Verein zuletzt sein Quartier hatte, zerstört. Dabei wurden auch alle Unterlagen des Vereins vernichtet.

 

Der Verein übersiedelte 1935 in das Gasthaus Zartl im 15. Wiener Gemeindebezirk.

 

Mit etwas Verspätung wurde am 7. Jänner 1937 anlässlich des 25-jährigen Jubiläums die neunte Ausstellung organisiert.

 

Am 10. März 1940 fand zum 30-jährigen Jubiläum die zehnte Ausstellung statt, die mit 24 Aquarien bestückt war. Über diese Ausstellung gibt es Aufzeichnungen der gezeigten Fische, über ihr Aussehen, ihre Eigenarten und Herkunft. Das ist als bemerkenswert anzusehen, tobte doch bereits der Zweite Weltkrieg! Welche Mühen die Ausstellung kostete, kann man nur erahnen.
Der DANIO hielt in Kornek’s Gasthaus, im 16. Wiener Gemeindebezirk in der Herbststraße 26, zweimal im Monat seine Vereinsabende ab, anlässlich dieser Zusammenkünfte wurden Vorträge gehalten, als auch Tausch und Verkauf vermittelt.

 

Von 1940 bis 1945 bemühten sich Franz Diemer und Ludwig Schikirsch um den Verein und brachten ihn über den Zweiten Weltkrieg.

 

Wiederaufschwung in der Nachkriegszeit

1946 war der Verein in weiterhin Kornek’s Gasthaus untergebracht. Die Vereinszusammenkünfte fanden zweimal im Monat an Sonntagen um 9:30 Uhr statt. (Zusammenkünfte am Abend waren in der Nachkriegszeit nicht erlaubt.)
Der Verein gab damals schon eine eigene Zeitung, den sogenannten "Danio-Brief", heraus. Einige Exemplare dieser Zeitung sind noch vorhanden.
Im Herbst dieses Jahres fand unter der Schirmherrschaft von Franz Jonas, dem späteren Bürgermeister von Wien und Bundespräsidenten Österreichs, die 11. Ausstellung statt.

 

Im Jänner 1947 wurde Karl Schopper zum Obmann gewählt.

 

Die 12. Ausstellung wurde 1948 gemeinsam mit der Fischereigesellschaft organisiert.

 

In der Zeit vom 4.7. bis 1.9.1951 wurde im Kaufhaus Gerngroß die 13. Ausstellung gezeigt.

 

Vom 25. bis 26. Juni 1954 fand eine vom Verband organisierte Guppyschau statt, wobei Vereinsmitglied Max Pleil für seine Guppy die hohe Anzahl von 127,6 Punkten erzielte.

 

1955 übersiedelte der DANIO mit seinem neuen Obmann Ludwig Schikirsch in die Koppstraße im 16. Wiener Gemeindebezirk.

 

1959 fertigte der DANIO die erste österreichische Tondiaserie "Für jeden Etwas" an.

 

1960 übersiedelte der Verein in das Gasthaus Schwanzlberger in der Herbststraße 45 im 16. Wiener Gemeindebezirk.

 

In der Zeit vom 2. bis 30. Juni 1962 stellte der DANIO eine große Ausstellung mit etwa 100 Becken im Glashaus des Burggartens auf die Beine. Diese 14. Ausstellung wurde sehr gut besucht.

 

In der Zeit vom 23. Mai bis 13. Juni 1970 feierte der DANIO sein 60-jähriges Jubiläum mit der 15. Ausstellung, gleichfalls im Glashaus des Burggartens. Im Rahmen dieser Ausstellung zeigte Karl Knaack eine Sonderschau über Killifische. Sie zeichnete sich auch durch einen überaus großen Besucherstrom aus.
Anlässlich dieses Jubiläums stellte die DATZ (Deutsche Aquarien- und Terrarienzeitschrift) dem Verein eine Sondernummer zur Verfügung.
Im gleichen Jahr erschien die Bücher "Killifische" von Karl Knaack und "Boshafte Aquarienkunde" von Erich Schaller.

 

Weiteres Engagement und Herausforderungen

1973 wurde Walter Warecka zum neuen Obmann gewählt. Der Verein umfasste 63 Mitglieder.

 

Die Erdölkrise im Jahre 1974 setzte nicht nur Autofahrern, sondern auch dem DANIO zu. Zur Vorbereitung der "Ludwig Schikirsch Gedenkausstellung" hatte der Verein in einem gemieteten Keller Fische und Pflanzen deponiert. Der Keller musste beheizt werden und Heizöl wurde knapp. Es mussten unzählige Tankstellen angefahren werden, damit die erforderlichen Mengen verfügbar waren.
In der Zeit vom 18. Mai bis 9. Juni 1974 veranstaltete der DANIO dann seine 16. Ausstellung mit 150 Aquarien im Glashaus des Burggartens. Zum Gedenken an den verstorbenen Obmann wurde sie "Ludwig Schikirsch Gedenkausstellung" genannt. Etwa 8000 Besucher sahen diese Ausstellung.
In diesem Jahr wurde der erste Kontakt mit dem Passauer Aquarienverein und dessen Obmann Hubert Pettenkofer, geknüpft. Der DANIO ist mit diesem Verein heute noch freundschaftlich verbunden.

 

1975 beteiligte sich der DANIO an den vom Dachverband organisierten Kulturmärkten, die vor dem Wiener Rathaus stattfanden. Gleichfalls lernte der Verein in diesem Jahr den Scalare-Verein Bruck an der Glocknerstraße und dessen Obmann Siegfried Gerstner sowie Herrn Albert Pichler kennen.

 

1977 trat der Verein aus der Dachorganisation "Österreichischer Aquarienverband" aus. Der DANIO war inzwischen auf 104 Mitglieder angewachsen.
Der Verein startete mit einer eigenen Zeitung namens "Danio-Information", die im Eigenverlag hergestellt wurde.
Weiters veranstaltete man Tauschtage, die einmal im Monat (Sonntags) stattfanden.
Das Vereinslokal war im Gasthaus Nigischer in der Hernalser Hauptstraße 68 im 17. Wiener Gemeindebezirk untergebracht. Bis zur Pensionierung der Besitzer blieb es Sitz des Vereins.

 

Im Jahr 1978 erschien das von Franz Luttenberger geschriebene Buch "Die Schlangen Österreichs".

 

Vom 12. März bis 14. April 1979 wurde gemeinsam mit der Wiener Tierliga im Kaufhaus Herzmansky die 19. Ausstellung unter dem Motto "Schütze das Tier" organisiert.

 

In den Jahren von 1970 bis 1985 entdecken die Mitglieder des Vereins bei verschiedenen Fischfangreisen zahlreiche neue Arten von Fischen

Name Land Jahr Mitglieder
Aphyosemion bamilekorum Kamerun 1971 Gartner, Pürzl
Fundulopanchax rubrolabiale Kamerun 1973 Gartner, Pürzl
Aphyosemion marmoratum Kamerun 1973 Gartner
Fundulopanchax robertsoni Kamerun 1974 Gartner, Pürzl
Fundulopanchax puerzli Kamerun 1974 Garnter, Pürzl
Fundulopanchax kribianus Kamerun 1975 Gartner
Aphyosemion herzogi Gabun 1975 Pürzl
Fundulopanchax kuntzi Gabun 1975 Gartner, Pürzl
Aphyosemion volcanum Kamerun 1977 Gartner, Pürzl
Aphyosemion maculatum Gabun 1977 Pürzl
Aphyosemion punctatum Gabun 1977 Pürzl
Aphyosemion hofmanni Gabun 1980 Hofmann, Pürzl
Aphyosemion aureum Gabun 1980 Hofmann, Pürzl
Epiplatys huberi Gabun 1981 Hofmann, Pürzl
Hypsopanchax catenatus Gabun 1981 Hofmann, Pürzl
Aphyosemion hannelorae Gabun 1985 Hofmann, Pürzl

 

 Im Vestibül des Kurparks Oberlaa fand in der Zeit vom 23. Mai bis 8. Juni 1981 mit 156 Aquarien und Terrarien die bisher größte Ausstellung statt. Sie wurde von etwa 8000 Besuchern bestaunt.
In der Zeit vom 12. bis 20. September wurden in Kooperation mit der Fischereigesellschaft und Zoohändlern 50 Aquarien auf dem Wiener Messegelände ausgestellt.

 

Erwähnenswert ist, dass die in der Funktionsperiode von Herrn Warecka veranstalteten Ausstellungen durchwegs mit Aquarien und Terrarien bestückt wurden, die die Vereinsmitglieder in Gemeinschaft selbst herstellten bzw. klebten. Das Glasmaterial konnte man seinerzeit sehr günstig von einem Händler erstehen (z.T. handelte es sich bei diesem Glas um zerborstene Auslagenscheiben etc). Die Untergestelle für die Aquarien wurden gleichfalls in Eigenregie hergestellt. Herr Schwarzinger fertigte sie aus Holz und Herr Warecka schweißte sie aus Metall. Nach Ende der Ausstellungen konnten wir die Aquarien samt Zubehör in einem Lager, das Mitglied Otto Schwarzinger zur Verfügung stellte, bis zur jeweils nächsten Ausstellung deponieren.

 

Die hier beschriebenen Ausstellungen kamen nur durch das Engagement vieler Mitglieder zu Stande. Sie opferten nicht nur ihre ganze Freizeit, einige nahmen sich für die Vorbereitung der Ausstellungen sogar Urlaub.

 

Nicht zu vergessen ist die Herausgabe eines ausführlichen "Tümpelführers". Das Vorwort zu diesem Führer verfasste liebenswerter Weise Dr. Franz Luttenberger. Leider sind die darin beschriebenen Biotope nur mehr lückenhaft vorhanden. Sie fielen der Bauwut oder sonstigen Vorhaben zum Opfer und sind unwiederbringlich aus der Landschaft verschwunden.
Zum 70-jährigen Jubiläum des DANIO räumte die DATZ dem Verein eine Sondernummer in der Aprilausgabe ein.

 

1982 machte der Verein Bekanntschaft mit dem Burghausner Verein und deren Vereinsvertreter Klaus Endl und Karl Prötzner.

Mit allen genannten in- und ausländischen Vereinen unterhält der DANIO auch noch heute, wenn auch sporadisch, Kontakt.

 

Der DANIO hatte 1983 das Glück den Verhaltensforscher und Nobelpreisträger, Prof. Dr. Konrad Lorenz, kennen zu lernen. Anlässlich seines 80. Geburtstages sprach ihm der Verein die besten Glückwünsche aus. Dr. Lorenz dankte dem Verein.

 

Die Rettung der Fleminglacke (Benda-Teich) im Jahre 1984

Die Mitglieder des DANIO waren immer schon bemüht, ihre Fische mit Lebendfutter zu versorgen. Viele von ihnen gingen daher "Tümpeln“. Es fiel daher der Verfall der Fleminglacke auf. Auch in der Tageszeitung Kurier (20. Jänner 1984) warnten Biologen, dass zu viel planiert wird. Tierarzt Dr. Alexander Rabitsch engagierte sich in dieser Sache und richtete an den seinerzeitigen Umweltminister Karl Steyrer ein Schreiben, in dem er um Unterstützung zur Rettung und zum Erhalt dieses Naturdenkmals bat. Ebenso unterstützt wurde dieses Anliegen von Prof. König, Institut für Verhaltensforschung, weiters von Prof. Löffler, Dr. Lötsch und Dr. Weihs, von der Akademie der Wissenschaften, sowie von Dr. Hödl und Dr. Gollmann vom Zoologischen Institut und schließlich von Dr. Luttenberger vom Tiergarten Schönbrunn.
Diese Aktion war von Erfolg gekrönt! Ein Tauchtrupp entfernte den Unrat vom Grund des Teiches, einige Mitglieder des DANIO  erledigten den Rest der Sanierung. Die Fleminglacke bzw. der Benda-Teich ist bis heute erhalten geblieben.

 

1985 wurden schließlich die Statuten des DANIO, die noch aus dem Jahre 1910 stammten, der Zeit angepasst und geändert. Der Verein zählte zu diesem Zeitpunkt 200 Mitglieder.Titelbild 100. Danio Information
Im Oktober desselben Jahres pachtete Hr. Orasch das Gasthaus Nigischer bzw. "Apropos Hernals", leider nur für eine kurze Zeit. Nach dem Auszug aus dem Gasthaus Nigischer hatte der Verein leider eine kleine Odysee in Bezug auf geeignete Räumlichkeiten vor sich.

 

Von 1981 bis 1985 erschienen die von A.C. Radda und E. Pürzl geschriebenen Bände "Killifische aus aller Welt"

 

1986 übersiedelte der DANIO in das Gasthaus "Goldener Hirsch" in der Cumberlandstraße 50 im 14. Wiener Gemeindebezirk, wo es ihn leider nur drei Jahre hielt.
Im gleichen Jahr gab der Verein seine 100. "Danio-Information" als reich bebilderte 68 Seiten umfassende Sondernummer heraus.

 

Sanierung des Teiches "Am Himmel" im Jahre 1987

Dieser Teich war sehr verschmutzt und drohte durch hineingefallene Blätter und Baumzweige zu kippen. Der DANIO stellte daher ein entsprechendes Ansuchen an den damaligen Stadtrat Helmut Braun mit der Bitte, eine Reinigung des Teiches selbst vornehmen zu dürfen. Mit Einbeziehung der Magistratsabteilung 49 und der Forstwirtschaft wurde vor Ort eine Besichtigung und Besprechung durchgeführt, mit dem Ergebnis, dass der Verein eine Bewilligung zur Reinigung mit gewissen Auflagen erhielt.

 

1989 war das Gasthaus "Zum Heinz", Fam. Pergast in der Brunnengasse 67 im 16. Wiener Gemeindebezirk nur sehr kurz das neue Domizil des DANIO.
Schon im Oktober 1989 zog man weiter in das Gasthaus "Zum schwarzen Stier" in der Enenkelstraße 18, ebenfalls im 16. Wiener Gemeindebezirk.
In diesem Gasthaus gab es Tauschtage, wo außer Fischen und Pflanzen, auch Lurche und Reptilien angeboten wurden. Ein von 450 Personen besuchter Tauschtag stellte einen Rekord dar.

 

Petition zum Erhalt und Weiterführung der Forschungseinrichtung in Altenberg

Nach dem Ableben von Prof. DDr. Konrad Lorenz war eine Weiterführung der von ihm gegründeten Forschungseinrichtung fraglich geworden. Der DANIO verfasste eine entsprechende Petition, die mit 248 Unterschriften unterstützt wurde, und sandte diese an die betreffenden politischen Mandatare. Es gelang schließlich Prof. Rupert Riedl in Rekordzeit die nötigen Mittel zum Erhalt dieses Instituts, das heute in Klosterneuburg beheimatet ist, aufzutreiben.
Prof. Riedl wurde durch seine kulinarische Fernsehserie "Die Gärten des Poseidons" weit über die Grenzen Österreichs hinaus bekannt. Ihm gelang mit dieser Serie Leute vor den Bildschirm zu bringen, die sich ansonsten nie für Naturwissenschaft interessiert hätten.

 

Den Verein zog es 1990 weiter. Er übersiedelte in das Heurigenlokal "Zur 10er Marie" in Wien Ottakring, Ottakringer Straße 224.

 

1994 scheint der oftmalige Wechsel der Vereinslokale ein Ende genommen zu haben. Man übersiedelte in das "Martinsschlössl" in der Martinsstraße 18 im 18. Wiener Gemeindebezirk.

 

1996 wurde anlässlich der 200. Publikation der "Danio-Information" eine 16 Seiten starke Sondernummer heraus gegeben.
Im Naturhistorischen Museum präsentierte der DANIO 22 Aquarien. Diese Ausstellung, die in der Zeit vom 7. Dezember 1996 bis 2. März 1997 stattfand, wurde durch Univ.-Prof. Bernd Lötsch, Leiter des Naturhistorischen Museums, eröffnet. Die Ausstellung führte dazu, dass seitdem eine permanente Aquarien- und Terrarienschau im Museum Einzug hielt.

 

1997 wurde mit der Nummer 210 wurde die letzte "Danio-Information“ herausgegeben. Sie erschien 21 Jahre, was eine enorme Leistung darstellt. Eine publizistische Ära ging zu Ende. Dass diese Zeitung überhaupt in so großer Anzahl und über so viele Jahre hergestellt werden konnte, ist nur engagierten Vereinsmitgliedern zu verdanken.

 

Am 12. Mai 2000 feierte der Verein sein 90-jähriges Bestehen. Anlässlich dieses Jubiläums zeigte Dipl.-Ing. Norbert Flauger einen 6x6 Diavortrag im 3D-Verfahren. Die gezeigten Bilder über die Fauna und Flora Venezuelas konnten nur mit speziellen Brillen bewundert werden. Der Vortrag bzw. die Feier war mit 120 Teilnehmern sehr gut besucht. Der Niederösterreichische Landesverband überreichte dem DANIO eine Ehrenurkunde.

 

2004 entdecken die Mitglieder Johann Gamperl und Eduard Pürzl in Venezuela eine neue Art, die als Rivulus caurae beschrieben wurde.

 

Im Jahr 2010 kam es zum Wechsel im Vorstand. Nach 38 Jahren legte Walter Warecka sein Amt als Obmann das DANIO zurück und wurde zum Ehrenobmann ernannt. An seiner Stelle übernahm Gottfried Marschitz den Posten des Obmanns.

 

2011 erschien als Fachpublikation des Österreichischen Verband für Vivaristik und Ökologie das Buch "Anubias" von Otto Gartner.

 

2015 startete die Facebook-Seite und die neue Homepage des DANIO.

 

Nachdem zahlreiche junge Vereinsmitglieder gewonnen werden konnten, wurde 2016 wieder an einer Haustiermesse in Wien teilgenommen. Der DANIO war dort mit einem Schauaquarium und zahlreichen Mitgliedern vertreten und konnte auf sich als Verein und seine Aktivitäten aufmerksam machen.